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Sitzung der ZVEI-Initiative „Services im EMS“ bei Siemens
Die Sitzung der ZVEI-Initiative „Services im EMS“ fand am 15. März 2011 bei Siemens AG Medical Electronics in Erlangen statt.
Im Rahmen des Programms hielt diplan Geschäftsführer Dr.-Ing. Friedrich W. Nolting einen Vortrag zum Thema „Analyse und Online-Optimierung des Pastendruckprozesses auf der Basis von Maschinen- und 3D-Inspektionsdaten“, dessen Zusammenfassung im Folgenden zu lesen ist.
Zusammenfassung
Der Schablonendruckprozess stellt in der Aufbau- und Verbindungstechnik für elektronische Baugruppen den ersten und zugleich fehleranfälligsten Prozessschritt dar. Etwa zwei Drittel aller Prozessfehler sind diesem Fertigungsschritt zuzuordnen. Die zunehmende Komplexität des Fertigungsprozesses, die sich aus der fortschreitenden Miniaturisierung der Baugruppen ergibt, sowie die Fortpflanzung von Fehlern entlang der SMT-Prozesskette führen dazu, dass dem Schablonendruckprozess gestiegene Bedeutung zukommt.
Diesem Trend tragen die Entwicklung und der Einsatz geeigneter 3D-Pasteninspektionssysteme Rechnung. Mit Hilfe dieser Inspektionssysteme ist es seit wenigen Jahren möglich, das Ergebnis des Schablonendruckprozesses ausreichend schnell und genau innerhalb (inline) der SMT-Fertigungslinie bewerten zu können.
Ein aktuelles Defizit liegt momentan in der Interpretation, Nutzung und Rückführung der ermittelten Inspektionsergebnisse. Die Einleitung geeigneter Abhilfemaßnahmen, um bei Abweichungen im Schablonendruckprozess lenkend in den Prozess einzugreifen, hängt maßgeblich von der Erfahrung des Fertigungsmitarbeiters ab. Dieser muss in der Lage sein, die Inspektionsergebnisse richtig zu interpretieren und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Oftmals wirken aber eine Vielzahl unterschiedlicher Einflussfaktoren, die zudem teilweise in gegenseitiger Wechselwirkung stehen, so dass auch für einen erfahrenen Fertigungsmitarbeiter geeignete Korrekturmaßnahmen nur schwer zu identifizieren sind.
Während für den Bestückprozess Softwarelösungen zur Überwachung und Diagnose des Prozesses bereits existieren, werden in der vorgestellten neuen Lösung nun auch die Daten aus dem Schablonendruckprozess integriert. Ein enormes Potenzial, welches sich durch die Bereitstellung der Inspektionsergebnisse ergibt, wird damit genutzt.
16.03.2011
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Dr.-Ing. Friedrich W. Nolting während seiner Präsentation zum Thema „Analyse und Online-Optimierung des Pastendruckprozesses auf der Basis von Maschinen- und 3D-Inspektionsdaten“